Mit dem Einsatz von Geige, Kontrabass, akustischer Gitarre, Percussions und Posaune, mit viel akustischer Gewandtheit, großer Leidenschaft und bewegenden Texten sind die vier Multi-Instrumentalisten ein Juwel in der deutschen Poplandschaft. Der Band gelingt ein Spagat zwischen ansteckender Leichtigkeit und enthusiastischer Hingabe. Da bestimmt schon mal eine Geige die Harmonie, eine Posaune probiert sich als Tuba und dann, auf einmal, sitzt der singende Gitarrist hinterm Schlagzeug. Obwohl ihre individuellen Ursprünge (vier Musiker, drei Kontinente) unterschiedlicher nicht sein könnten, zeigen die Jungs, dass es dennoch möglich ist, etwas zu kreieren, was friedfertiger kaum sein könnte – nämlich Musik – herausragende Musik!

  • Soufian Zoghlami: Gitarre, Gesang
  • Daniel Avi Schneider: Geige
  • Ahmed Eid: Trompete
  • Max von Einem: Posaune

Ana Tijoux wuchs in Frankreich auf, wohin ihre Eltern vor der chilenischen Militärdiktatur geflohen waren, kehrte aber mit 16 nach Chile zurück. Seither macht sie als eine der bekanntesten weiblichen MCs von sich reden und gilt als Symbolfigur eines modernen Lateinamerika. Mit ihrem Rap-Gesang stellt sie unmissverständlich klar, wer sie ist und wofür ihre Musik steht: Sie erhebt ihre Stimme für soziale und politische Themen, für Flüchtlinge, Feminismus, Bildung und soziale Gerechtigkeit. Schon mehrere Male war sie für einen Grammy nominiert und trat 2015 bei der Grammy-Verleihung in Los Angeles auf.

Seit ihrer Gründung im Jahr 2000 kombinieren Äl Jawala Club- und HipHop-Beats mit wilden, orientalischen Bläsereinsätzen, auf unzähligen Trommeln und zwei Saxofonen entfachen sie das Feuer einer ganzen Gypsy Brass Band und ziehen mit dieser mitreißenden Musik Kritiker und Fans gleichermaßen in ihren Bann. So gewannen Äl Jawala 2007 beim deutschen „Creole – Global Music Contest“ sowohl den Preis der Jury als auch den des Publikums. Mittlerweile ist die Band auf der ganzen Welt bekannt. Ihrem Namen entsprechend reisten Äl Jawala (arabisch für „die Reisenden“) bis nach China, Jordanien und Kanada. Diese Band ist ein tanzbarer Kulturschock, der niemanden kalt lässt!

  • Krischan Lukanow: Tenor Sax
  • Daniel Pellegrini: Drums, Didgerido
  • Steffi Schimmer: Alto Sax
  • Markus Schumacher: Percussion, Keys
  • Daniel Verdier: Bass, Guitar

Hamid Baroudi war einer der ersten, der publikumsträchtig nordafrikanische Melodien mit Pop, Rock und traditionellen Klängen anderer Kulturen verband. Er tourte unter anderen mit Weltstar Peter Gabriel, mit Herbert Grönemeyer und den Dissidenten. Beim SommerFestival präsentiert er seine neueste CD gemeinsam mit bekannten westafrikanischen Musikern. Seine oft politisch engagierten Lieder singt er in fünf Sprachen, seine zum Tanzen anregende Musik ist geprägt von afroamerikanischen Rhythmen, groovigen Beats, andalusischen Harmonien und arabeskem Gesang. Sein Sound ist elektronisch und gleichermaßen traditionell: Afro-arabische Weltmusik trifft auf Digital Beats.

  • Hamid Baroudi: Gesang, Gitarre
  • Stephan Emig: Schlagzeug
  • Samory Seck: African Percussion
  • Raki Dakar: Gesang, Tanz
  • Kandara Diabaté: Kora, Gesang
  • Rolf Denecke: Bass
  • Till Mertens: Piano, Saxofon

Bei dem Ensemble um den syrischen Nay-Spieler Mohamad Fityan, der 2014 nach Deutschland flüchten musste, treffen Mannheimer Jazzer auf syrische Musiker, verschmelzen die Musiktraditionen arabischer und westlicher Musik zu etwas Neuem, zu etwas Einzigartigem. Mit dabei ist auch die Stuttgarter Spoken-Word-Künstlerin Lisa Tuyala.

Die beiden ebenfalls am Neckar lebenden Musiker Peter Hinz und Steffen Dix (bekannt auch durch die Creole-Siegerband „Volxtanz“) trafen in der am Ganges liegenden Stadt Varanasi auf drei virtuose indische Tabla- und Sitarspieler, mit denen sie das außergewöhnliche Ensemble „NeckarGanga“ gründeten, erweitert um den Bassisten Jonathan Sell und die türkischstämmige Geigerin Güldeste Mamac. Ihre erste CD wird auf dem SommerFestival der Kulturen präsentiert.

  • Mohamad Fityan: Nay
  • Hadil Mirkhan: Oud
  • Lisa Tuyala: Gesang
  • Jörg Teichert: Gitarre
  • Jonathan Sell: Kontrabass und E-Bass
  • Konrad Wiemann: Drumset und Percussion
  • Shyam Rastogi: Sitar
  • Steffen Dix: Saxophon
  • Peter Hinz: Percussion
  • Güldeste Mamac: Geige
  • Keshava Rao Nayak: Tabla
  • Sandip Rao Kewale: Tabla

Calypso Rose wurde 1940 auf der Karibikinsel Tobago geboren und gilt als die Calypso Queen schlechthin, ihr zu Ehren wurde der Titel „Calypso King“ in „Calypso Monarch“ umbenannt. Es waren nicht zuletzt auch ihre Songs, die dieser rhythmisch ausgelassenen karibischen Karnevals-Tanzmusik weltweite Beliebtheit verschafften. Harry Belafonte coverte einige ihrer Songs; sie selbst erhielt zahlreiche Preise und internationale Auszeichnungen und stand mit Größen wie Bob Marley und Michael Jackson auf der Bühne. Während der Aufnahmen für ihr aktuelles Album „Far from home“ traf sie auf Manu Chao, der spontan mitjammte und auch bei einigen Songs mit seinem Charango und seiner unverwechselbaren Stimme zu hören ist.

  • Calypso Rose: Gesang
  • JamBa: Gitarre
  • Damny Baluteau: Keyboard
  • Philippe Teboul: Schlagzeug
  • Gambeat: Bass
  • Fabien Kisoka: Tompete, Posaune
  • Sylvain Bardiau: Saxofon

Beeinflusst wurde er unter anderem von den gefühlvollen Sounds der Reggae-Legende Fela Kuti und den positiven Messages von Bob Marley. Rocky Dawuni wird als einer der größten Afro-Reggae-Stars gehandelt, CNN listet ihn sogar unter Africa’s Top 10 Global Stars. Die Bühne hat er bereits mit anderen Größen wie Stevie Wonder, Peter Gabriel, Shaggy, Keb‘ Mo‘ und Bono von U2 geteilt – und wie Letzterer nutzt Rocky Dawuni seine Bekanntheit und seine Musik, um mit seiner seelenvolle Reibeisenstimme auf die Probleme der Welt aufmerksam zu machen und die Menschen aufzurütteln und aufzuklären. Er setzt sich ein für sauberes Wasser, kämpft für ein stärkeres Bewusstsein für HIV und unterstützt verschiedene Hilfsorganisationen.

  • Rocky Dawuni: Gesang
  • Mark Sims: Bass
  • Michael Hyde: Keyboard
  • Blake Colie: Schlagzeug
  • John McKnight: Gitarre

Äußerst erfolgreich formt Luxus mit Geige, Gitarre, Klarinette, Akkordeon, Bass und Schlagzeug ihren ganz eigenen Musikstil. Luxus vereint dabei eine bunte Vielfalt an Klängen zu vertrauten Melodien. Mitreißender Gesang und die Vielzahl virtuos beherrschter Instrumente vermischen sich zu hörbaren Emotionen, faszinierende, ganz unterschiedliche Klangfarben werden erzeugt. 2008 nahmen sie ihr erstes Album „Acayip Şeyler“ auf, 2011 folgte „Bi’Lareya“, das mit noch größerem Erfolg von der Öffentlichkeit angenommen wurde. An oberster Stelle stehen für Luxus jedoch die Live-Auftritte. Bei zahlreichen Festivals in der Türkei und in Westeuropa konnte die Band das Publikum schon begeistern und nun kommt endlich auch Stuttgart in den Genuss!

Präsentiert vom Deutsch-Türkischen Forum Stuttgart

  • Alper Bakıner: Geige, Gitarre, Gesang
  • Kamucan Yalçın: Klarinette, Gesang
  • Ozan Akgöz: Akkordeon, Trompete
  • Erbil Doğan: Saxophon
  • Toros Yıldırım: Bass
  • Görkem Efe: Schlagzeug

Philosophisch-phantastische Geschichten über Tiere, Kinder oder Zauberer, eingewoben in ein Klanggewand aus Gitarre, Pferdekopfgeige, Ghijek, Obertongesang, Maultrommel, Schlagzeug, Percussions und Samples: die so entstehende Musik ist eine Reise durch chinesische und zentralasiatische Folklore, experimentelle und geräuschhafte Klangwelten, archaischen Sound der Weite, rhythmische Trance, expressiv-energetische Gefühlsausbrüche und Geschichten voller Weisheit und Tiefe. Das originelle und schöpferische Talent im Zentrum der DaWangGang heißt Song Yuzhe. Dieser Punk-Rocker und Singer-Songwriter aus dem Nordosten Chinas gründete die Band, nachdem er während rund zehn Jahren die entlegensten Regionen Chinas bereist hatte, um von den Nomaden-Musikern und den Folk-Dichtern zu lernen. Die vier Musiker von DaWangGang sind gerade in ihrer Unterschiedlichkeit einzigartig und machen grandios schräge Musik jenseits von Folklore und Pop-Stereotypen.

  • Song Yuzhe: Gitarre, Achtsaitiges Banjo
  • Achilleas Sourlas: Flöte, Saxofon
  • Sanka: Guzheng
  • Masaya Hijikata: Schlagzeug, Percussion

Die zierliche Vokalistin besitzt nicht nur eine gewaltige Stimme, die von rauchigen bis zu hohen, kehligen Tönen mehrere Oktaven umfasst, sie strahlt auch ein unwiderstehliches Charisma aus. Mal bewegt sie sich in ruhigen, dunklen Lagen, mal phrasiert sie auf Französisch, Englisch und in ihrer Muttersprache Lingala mit nachdrücklicher Schärfe. Meist geht es temperamentvoll zu, wenn Gasandji ihrem Publikum zeigt, was Party in ihrer Heimat bedeutet. Es ist eine emotionsgeladene, aber auch sehr tanzbare Musik, die sich aus Einflüssen afrikanischer Überlieferungen und modernen, westlichen Soul- und Popeinflüssen speist. Ein sehr entspanntes Gebräu, dem eine E-Gitarre, eine magische Querflöte und ein forderndes Schlagzeug die perlenden Rhythmen des Kongos unterlegen. Rasch wurde aus einem Geheimtipp die Senkrechtstarterin der französischen Afroszene. Inzwischen gehört sie auch in Deutschland zu den begehrten Gästen großer Festivals.

Präsentiert vom Institut Français

  • Gasandji: Gesang, akustische Gitarre
  • Dramane Dembelé: Querflöte
  • Abdoulaye Kouyaté: E-Gitarre
  • Macodou NDiaye: Schlagzeug

Riserva Moac gehören mit ihren grenz- und stilübergreifenden Sounds, ihrem packenden Rhythmus, der Hingabe und Energie, die auf das Publikum überschwappen, schon seit Jahren zu den angesagtesten Bands der italienischen Musikszene. Auch mit ihrem dritten Album „Babilonia“, in dem sie wie auch schon zuvor über Themen wie Rassismus, ökonomische Globalisierung oder Intoleranz singen, haben sie wieder einmal einen Volltreffer gelandet. Die Abkürzung „Moac“ im Bandnamen steht für „Molise Oriente Africa Cuba“ und drückt den Glauben der Band aus, dass Musik grenzüberschreitende Freundschaften zwischen allen Völkern und Ländern schaffen kann – was ihr leidenschaftlicher Stilmix bezeugt!

Präsentiert vom Istituto Italiano di Cultura

  • Maya: Gesang
  • Pacha Mama: Gesang
  • Roberto Napoletano: Akkordeon, Percussion
  • Patrizio Forte: Bass
  • Mario Evangelista: Gitarre
  • Vlad D'Amico: Saxofon
  • Graziano Carbone: Schlagzeug
  • Alessio Lalli: Trompete
  • Antonio Scioli: Tuba

Bubliczki gelten als eine der spannendsten Bands der polnischen Folk-Szene: seit ihrer Gründung im Jahr 2007 spielten die sieben Jungs aus Stettin hunderte Konzerte und sind auf vielen polnischen Festivals Dauergast auf der Hauptbühne. In diesem Frühjahr veröffentlichten sie ihre dritte CD mit dem durchaus bezeichnenden Namen „Turbofolk“, die stark an Brass in der Tradition von Goran Bregovic erinnert, aber auch orientalische Klänge einfließen lässt.

  • Matthew Czarnowski: Akkordeon, Gesang
  • Michal Czarnowski: Violine
  • Marek Kubiszyn: Tenorhorn
  • Krzysztof Kowalczyk: Klarinette, Saxophon
  • Piotr Bruski: Cajon, Schlagzeug
  • Fabian Kubiszy: Posaune
  • Artur Pacak: Kontrabass

Der unverkennbare Sound der achtköpfigen Band wird nicht nur durch Schlagzeug, Keyboard, Gitarre und Bass erzeugt, sondern auch durch traditionelle kolumbianische Percussions und entsprechendes Gebläse. Die Lieder der sechs kolumbianischen und zwei afroamerikanischen New Yorker handeln von den Realitäten ganz normaler Menschen, von der Liebe, vom Elend und von Nöten, vom Alltag, aber auch von ihren ganz eigenen Erfahrungen als Einwanderer – und all das immer in einer positiven und humorvollen Färbung. Inzwischen hat auch der europäische Musikmarkt das New Yorker Energiebündel entdeckt: Glitterbeat veröffentlicht im Mai ihre aktuelle CD „Mezcla“.

  • Moris Canate: Alegre Drum
  • Liliana Conde: Gesang, Percussion
  • Isaiah Richardson: Klarinette, Saxofon
  • Robert Stringer: Posaune
  • Juan Ospina: Bass, Gesang
  • Camilo Rodriguez: Gitarre
  • Felipe Quiroz: Keyboard
  • Andres Jimenez: Schlagzeug

Das Forum der Kulturen
Stuttgart e. V.

veranstaltet das Sommerfestival der Kulturen seit dem Jahr 2001.

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